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Ratgeber Brustkrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige

Brustkrebs: Symptome und diagnostische Verfahren

Ein erster Schritt zur Diagnose kann die Selbstuntersuchung sein, nach der, sollten Auffälligkeiten festgestellt werden, ein Arzt konsultiert werden sollte. Jeder Frau wird eine regelmäßige Selbstkontrolle der Brüste angeraten, insbesondere ab dem 35. Lebensjahr. Veränderungen können damit u. U. (nicht jeder Tumor kann ertastet werden) frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bei der Selbstuntersuchung, die ca. sieben Tage nach dem Einsetzen der Regelblutung jeden Monat durchgeführt werden sollte, sollten die Brüste zunächst mithilfe eines Spiegels auf äußere Veränderungen untersucht werden. Diese können u. a. entzündete oder eingezogene Brustwarzen, Hautrötungen, Größenunterschiede im Vergleich der Brüste oder Formunterschiede sein.

Mitzubetrachten sind auch immer die Achselhöhlen und Oberarme, am besten mit über dem Kopf ausgestreckten Armen. Schwellungen an diesen Stellen könnten auf einen Befall der Lymphdrüsen hinweisen. Ein weiterer Punkt, der bei der Selbstuntersuchung kritisch betrachtet werden sollte, ist die Beweglichkeit der Brüste beim Anheben der Arme. Nachdem die Brüste äußerlich untersucht wurden, erfolgt das Abtasten, das sowohl im Stehen als auch im Liegen erfolgen sollte. Eine gründliche Abtastung eines jeden Teils der Brust und der Achselhöhlen ist hierbei wichtig.

Werden durch die beschriebene Selbstuntersuchung oder eine ähnliche Untersuchung durch einen Arzt mögliche Symptome für Brustkrebs gefunden, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um eine genauere Diagnose zu erstellen und geeignete Therapieformen auszuwählen. Unter den bildgebenden Verfahren stehen die Mammographie, die Ultraschalluntersuchung und die Kernspintomographie zur Verfügung. Meistens wird nach einer Ultraschalluntersuchung mit positivem Befund (bei Verdacht auf einen Tumor) eine Mammographie durchgeführt. Eine Kernspintomographie wird nicht in allen Fällen durchgeführt, jedoch z. B. dann, wenn der Verdacht auf mehrere Geschwulste in der Brust vorliegt.

Werden durch die bildgebenden Verfahren ein oder mehrere Tumoren festgestellt, folgt meistens die Entnahme eines Teils des betroffenen Gewebes, um dieses unter dem Mikroskop genauer betrachten zu können. Bei der sog. Stanzbiopsie werden kleine Gewebeteile mittels einer 1,1–2,2 mm starken Nadel unter örtlicher Betäubung entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht. Seltener wird eine Gewebeentnahme durch eine sog. Vakuumbiopsie durchgeführt.

Die Untersuchungen der Gewebeproben liefern wichtige Informationen zur Einstufung des Tumors und somit zur weiteren Vorgehensweise. Durch die Einstufung anhand der Kriterien des sog. TNM-Schemas (Tumor, Knoten/engl.: Nodes, Metastasen) kann das Stadium der Erkrankung festgestellt werden. Hierbei werden die Größe und Ausdehnung des Tumors, ein möglicher Befall der Lymphknoten und das Vorhandensein von Metastasen betrachtet.

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